CTVA

27.07.2010

" Bewegte Bilder gehört zum Pflichtprogramm "

Dr. Andreas Siefke, neugewählter Präsident des Forum Corporate Publishing (FCP)

CTVA-Exklusivinterview mit dem neuen FCP-Präsident Dr. Andreas Siefke

Worin sehen Sie die Vorteile in Bewegtbild?

Mit bewegten Bildern lassen sich journalistische Inhalte emotional, spannend und zeitgemäß präsentieren. Kaum eine andere Medienform kann so viel Authentizität erzeugen und lässt den Zuschauer so unmittelbar am Geschehen teilhaben. Bewegte Bilder haben und hatten schon immer eine große Wirkung auf den Zuschauer. Im Internet  - dem Haupteinsatzort von Corporate Videos – kommt zudem der Vorteil der Messbarkeit über die Zugriffszahlen hinzu. Und dies ist für uns im Corporate Publishing ein nicht ganz unwichtiges Pfund.

Wie sehen Sie die Zukunft von Bewegtbild?

Bewegte Bilder spielen im Bereich Corporate Communications eine immer wichtigere Rolle – gerade bei Kunden, die in ihrem Kommunikationsmix auf digitale Medien wie das Internet setzen – oder ganz aktuell auf Applikationen für das iPhone oder das iPad. Hier erwarten unsere und wiederum deren Kunden eine multimediale Ansprache, die möglicht passend auf den Mediankanal bzw. das Endgerät zugeschnitten ist. Bewegte Bilder gehören hier im Grunde zum Pflichtprogramm.

Wie sehen Sie die Zukunft von konvergenten Medien?

Medienkanäle sind und werden immer stärker miteinander vernetzt. Dabei gilt es nach wie vor, schlüssige Konzepte und Technologien für das Überwinden der “Gaps” zwischen den Medienkanälen zu finden. Techniken, die dies unterstützten, sind beispielsweise QR-Codes oder Augmented Reality. Was man davon wie  sinnvoll einsetzen kann, ist aber nach wie vor in erster Linie vom Content abhängig.

Setzen Sie selbst Bewegtbild ein?

Ja, immer stärker – bestimmt durch den allgemeinen Trend zur Digitalisierung. Seit Anfang 2009 bauen wir unseren Corporate Video Bereich auch inhouse aus und setzen auf flexible Kleinteams, die Erfahrung im Corporate Publishing und damit im Storytelling haben, die wir weltweit einsetzen können und die die Sprache der Kunden treffen. Sie produzieren beispielsweise für die Merck KGaA, für die wir ein reines Onlinemagazin betreiben. Der Kunde setzt stark auf Bewegtbild - mit Erfolg. Eine Merck-Videoproduktion aus unserem Haus konnte beim Best of Corporate Publishing einen Silberpreis verbuchen.

FCP, CTVA und f:mp haben am 21. Juli das Media Forum Europe gegründet. Worin sehen Sie die Vorteile in der Zusammenarbeit der Vereine?

Ich sehe einen Corporate Publisher heute mehr denn je in der Rolle des Dirigenten: Er kann zwar alle Instrumente im Orchester dirigieren, muss (und kann) aber nicht zwingend jedes selbst beherrschen. Im Gegenzug muss er umso genauer wissen, wo er bei Bedarf die Unterstützung von Spezialisten herholen kann, da es gilt, immer mehr Instrumente in den Orchestermix einzufügen – und das möglichst harmonisch. Eine gute Marktkenntnis über Druckereien, Lithoanstalten und Versanddienstleister reicht da nicht mehr aus. Heute kommen z.B. die Spezialisten für Redaktions- und CRM-Systeme oder für Flash- und App-Programmierung dazu. Und natürlich auch der Bewegtbild-Profi. Der Begriff des Networking bekommt so eine ganz neue Qualität. Und der wollen wir mit der Gründung des MFE gerecht werden. Neben diesem inhaltlichen Aspekt sind natürlich auch die mit dem Dachverband einhergehenden neuen Möglichkeiten in der medienpolitischen Arbeit nicht zu unterschätzen.

Herr Dr. Siefke, vielen Dank für dieses Interview!



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